Heute arbeitete die Klasse 4c mit Frau Rothhaas zum ersten Mal im Setting der „Kunstwerkstatt“. Da es an der Grundschule keinen Kunstraum gibt, haben wir eine mobile Kunstwerkstatt: Große und kleine Kisten, gefüllt und sortiert mit den verschiedensten Materialien. In den letzten Wochen haben Eltern, Kinder und auch Kolleginnen und Kollegen fleißig allerhand Krimskrams gesammelt. Von Kartons über Schaumstoff, Nägel und Holzteile, Eierkartons und Obstnetze, Joghurtbecher und Stoffe in allen möglichen Farben und Beschaffenheiten. (An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Sammlerinnen und Sammler – weiteres Material darf jederzeit abgegeben werden, wir freuen uns sehr!)

In der Kunstwerkstatt dürfen die Kinder ganz frei gestalten, mit Materialien experimentieren und sich davon inspirieren lassen. Dabei werden sie fast automatisch super kreativ und entwickeln fantasievolle Ideen und Lösungsansätze für künstlerische Umsetzungen. Um eine Schülerin zu zitieren: „Was rauskommt, kommt raus!“ Zuerst müssen die vielen Kisten aus dem Materialraum in das entsprechende Klassenzimmer getragen und aufgebaut werden. Hier packen alle gemeinsam mit an. Dann kann ein kurzer künstlerischer Impuls folgen (heute z.B.: „Was kann dein Korken sein?“), und direkt im Anschluss dürfen die Kinder sich Gedanken machen oder sich direkt vom Material in den Kisten inspirieren lassen.

Auch kooperatives Arbeiten, gegenseitige Hilfestellung und kreativer Ideenaustausch gehören zur Arbeit in der Kunstwerkstatt dazu. So steht am Ende nicht nur ein einzigartiges künstlerisches Produkt, sondern der gesamte kreative Prozess im Fokus der Kunstwerkstatt. Und das Beste: Kein „Ich kann das aber nicht!“, nur ausprobieren, ändern, Lösungen finden. Künstlerische Intelligenz ist manchmal besser als als künstliche Intelligenz!